Wir spenden für unsere Stadt!??
Pforzheim ist Pleite! Eine übliche Schlagzeile zu einem üblichen Geschehen oder steckt da doch mehr dahinter? Was fühlt man, wenn man dies liest? Verfällt man in die übliche Suche nach den Schuldigen? Die Konjunktur, der Gemeinderat, die vielen HartIV – Aufwendungen, Fehler in der Vergangenheit usw., es kommen die üblichen Aussagen, der schwarze Peter wandert hin und her doch es verändert sich nicht wirklich was.
Es läuft doch darauf raus, daß man Endlosdiskussionen erleben wird, der eine hat es schon immer gewußt, der nächste mit der Entwicklung nicht gerechnet und vieles mehr. Wie bei jedem Geschehen, flüchtet man in die Analyse (die natürlich auch wichtig ist), sucht sich seine Gründe und gut.
Die Forderungen und Erwartungen verändern sich nicht, jedes Projekt, jede Maßnahme, die vom Stadtseckel abhängt ist natürlich ausgerechnet die, die nicht von Sparzwängen betroffen sein darf.
Nehmt anderen das Budget weg aber bitte nicht uns. Jeder Punkt der auf die Tagesordnung kommen wird, wird sein Klientel haben, das auf keinen Fall will, das ausgerechnet daran gespart wird.
Den Gemeinderäten wird wohl nichts anders übrig bleiben als das zu streichen, wo am wenigsten gejammert wird, sprich wo die schwächste oder gar keine Lobby dahinter steht. Auf der anderen Seite muss Geld her koste es was es wolle. Grundsteuer hoch, Gewerbesteuer hoch usw.
Der Hausbesitzer kann nicht flüchten und legt seine Kosten auf die Mieter um, die Mieter die nicht in der Lage sind, davor zu flüchten (wer gibt schon so einfach seine Wohnung auf) sparen dann an anderen Ecken. Der Betrieb, der hier seinen Standort hat holt die Mehrkosten bei seinen Mitarbeitern, im schlechtesten Fall heißt das weniger Arbeitsplätze und in der Folge weniger Steuereinnahmen, weniger Kaufkraft und mehr Hartz IV – Ausgaben.
Das Ansinnen neue Betriebe mit höheren Gewerbesteuern nach Pforzheim zu holen ist auch kein leichtes.
Beispiele könnte man hier viele darstellen, doch gibt es auch andere Lösungen?
Um zur Überschrift zurück zu kommen, wir spenden für unsere Stadt.
Wenn irgendwo auf der Welt ein Unglück passiert, ist schnell viel Geld auf dem Weg um zu helfen. Das ist auch gut so!
Wäre es nicht denkbar, dies auch mal für seinen Lebensmittelpunkt zu tun? Die Rechnung ist natürlich nicht so einfach, aber davon ausgehend, daß Pforzheim 100000 Einwohner hat. Würde nun jeder 10€ investieren ist das schon 1 Million, legt nun jeder Betrieb für sein Pforzheim auch noch Geld hin, kann das schnell viel Geld werden.
Ist diese Solidarität vorhanden? Ist „ich tu was für mein Pforzheim“ möglich?
Meiner Meinung nach käme es auf einen Versuch an!